#5 Welcher Yogastil passt zu mir?

Shownotes

Unser Podcast bezieht sich immer wieder auf die Arbeit von Alexander Kröker mit der von ihm entwickelten Element Methode. Mehr dazu findet ihr hier: Instragram: @elementyoga Website: www.elementyoga.de Mail: yoga@elementyoga.de

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00:00:00: Hallo Alex.

00:00:03: Wir wollen heute über ein umfangreiches Thema sprechen, über Yoga-Style und ich habe im Internet erstmal eine ziemlich herausfordernde Anzahl an Yoga-Stilen gefunden und natürlich auch von vielen mal gehört.

00:00:25: Es waren zehn Stück?

00:00:27: Nur zehn!

00:00:28: Ich könnte dir aus dem Steg raus... Dann könnte ich jetzt eine Wette eingehen, ob ich auf drei Sicht komme.

00:00:33: Okay!

00:00:34: Das machen wir nicht hier.

00:00:37: Ich möchte die Hörer in den Schützen aber genau... Die Frage wäre wie du zu dieser Vielfalt stehst und ich habe mir auch die Frage gestellt wo kommen die denn eigentlich alle her?

00:00:50: Ja also erst mal würde ich gerne einen Zitat eines bekannten Yoga-Lehrers einfügen der meinte Es sollte so viele Yoga-Style geben, wie es Menschen auf der Erde gibt.

00:01:03: Sehr schön!

00:01:04: Und das drückt auch ganz gut aus, wo Yoga-Stile herkommen weil die meisten Yoga- Stile im Prinzip einfach nur die Art und Weise repräsentieren in der jemand für sich Yoga praktiziert hat und die Person hat dann eben diesen Yoga Stil begründet hat für mich funktioniert, macht es auch so.

00:01:33: Und das ist auch ein total verbreitetes Konzept außerhalb vom Yoga.

00:01:39: in der Sportwissenschaft ist von der sogenannten Meisterlehre die Rede dass man eben Meisterschaft in etwas erlangt und dafür für sich den Weg gefunden hat, der vorhin selbst funktioniert hat und dann gibt man diesen Weg halt anderen weiter in der Hoffnung, dass es für die auch funktioniert.

00:02:00: Und das ist tatsächlich auch, wie die modernen Juba-Style alle entstanden sind.

00:02:04: Da gab es erst mal eine Person, die hat etwas gemacht was sie selbst funktioniert hat und das hat sich halt anderen weitergegeben?

00:02:10: Ja okay ich habe auch tatsächlich gesehen dass manche nach Personen tatsächlich benannt sind.

00:02:15: und ja im Handwerk gibt's das nur, dass man Geselle ist oder Gesellen und dann eben den Meister macht.

00:02:22: Ich glaube der ist immer männlich dann auch nur jetzt von den Handwerkskammern, die die Erlaubnis auszubilden

00:02:31: hat.

00:02:32: Richtig stimmt das gehört dazu.

00:02:34: aber dieser Gedanke und das fand ich so spannend im Sportwirtschaftsstudium weil dort betont wurde dass es quasi auch der Ursprung der Sportwissenschaften liegt in diesen Meisterlehren wo man erstmal gesagt hat das ist quasi evidenzbasiert endgleich eins Es gibt quasi eine Person, für die es funktioniert hat.

00:02:57: Und damit arbeitet man dann erst mal.

00:03:00: Das heißt das reproduziert man weil's immerhin vor einer Person funktioniert hatte.

00:03:03: aber von der sportwissenschaftlichen Perspektive aus halt ganz klar dass muss dann weitergehen.

00:03:08: Ja okay ich wollte gerade sagen bei natürlich Körper sind natürlich extrem unterschiedlich.

00:03:13: Genau bloß weil es vor einer Personen funktioniert heißt noch lange nicht dass es für jeden funktioniert und das geht auch fürs Yoga ganz offenkundig.

00:03:19: deswegen gibts ja die vielen verschiedenen Jogas hier und es ist auch genauso schee Teilweise auch in der Yoga-Szene, wo es einander gesagt hat.

00:03:28: Wenn jemand den und den Jogas die praktiziert... Das sehen wir doch!

00:03:32: Weil sie sehen alle genauso aus wie...

00:03:35: Die haben nur einen Bart und eine Dutt oder wie?

00:03:38: Also ich sage das nun weil du einen Bart oder einen Dutt trägst, was vielleicht nicht gesehen werden kann gerade.

00:03:43: Eher sowas wie..die sind lang und schlackzig

00:03:47: Ja verstehe

00:03:48: Oder die sind halt kräftig gebaut Sowas wo halt eben ne bestimmte Körperstruktur

00:03:54: Das gibt es schon zwischen Klettern und Wohlen.

00:03:56: Da sieht man auch schon total den Unterschied darüber, was man für Muskeln aufbaut.

00:04:01: Ja!

00:04:02: Und das macht natürlich Sinn – und dem Yoga natürlich auch nochmal andersrum – dass nicht nur man sich entwickelt entsprechend der Yogamethode sondern auch, dass man die Yoga-Methode wählt, die für ein Selbstfunktioniert.

00:04:16: aber das ist ja gerade im Leistungssport.

00:04:19: Das war eine von den Sachen über die ich mich in meinem Studium am meisten aufgeregt habe Wenn dann Seminare gehalten wurden darüber, wie man schon frühzeitig bei Kindern erkennt wer genetisch predispositioniert ist um irgendwelche Sportan auszuführen.

00:04:36: Und so gesagt wird wenn das Verhältnis von Oberamtsunterarm so und so groß ist super für Basketball und so rum super für Baseball, dass in bestimmten Altern ein bestimmter Körper groß erreicht werden muss damit man in die Eliteakademie reinkommt und so Sachen.

00:04:50: also das gibt es da ja sehr provokativ.

00:04:54: Danke, dass du es so nennst.

00:04:56: Auf jeden Fall!

00:04:57: Und im Yoga-Kontext ja eher andersrum.

00:04:59: wenn Yoga eine Praxis ist die mich ausgleichen soll dann brauche ich eben je nach Körpertyp, je nach Persönlichkeits-Tub einen Impuls in jeweils andere Richtungen je nachdem wo ich und welches zur Balance bin.

00:05:13: Wenn man ein ganz einfaches Beispiel zu viel Körperspannung hat brauche Ich eine Yoga-Praxis die vor allem Körperspannung reduziert.

00:05:21: Wenn ich Tendenziehe eher zu wenig Körperspannungs habe Brauche ich nicht Yoga Praxis, die definitiv auch Kraft aufbaut und Kraft erhöht.

00:05:29: Und so eine Entdeckung wird jeweils eine Person mit einer bestimmten Körperstatur gemacht haben und dann entsprechend aus dem großen Repertoire was Yoga zu bieten hat sich diese Sachen raussuchen, die diesen Zweck erfüllen und entsprechend den Yoga-Stil daraus gemacht

00:05:45: haben.

00:05:46: Okay!

00:05:47: Wie ist das jetzt bei den Yoga Stilen?

00:05:48: Steht ja jetzt nicht drauf zum Beispiel bei Astanga Yoga für große schlagstige Menschen, die eigentlich ein bisschen, keine Ahnung mehr Kraft oder Zentriertheit brauchen könnten.

00:05:59: Das ist jetzt nur meine leihenhafte Theorie.

00:06:01: aber woran erkenne ich welcher Yoga-Style für mich der geeignete ist?

00:06:06: einmal körperlich?

00:06:07: Oder würdest du auch sagen es ist gut über Jahre der Yoga Praxis auch verschiedene Stile auszuprobieren beispielsweise?

00:06:17: Sowohl als auch also erstmal Und das ist für mich auch ein Anliegen, diese Folge aufzunehmen.

00:06:25: In der Realität ist es oft total schwierig für Übende wenn man die Yoga-Style nicht kennt und keine Einführung daran hat.

00:06:33: Jeder Yoga-Stil, wenn du die Beschreibungen liest klingt so wie sindgemäß ist toll.

00:06:39: Genau

00:06:40: bringt alles was du brauchst.

00:06:42: Dann landet man irgendwo weil es glücklicherweise für einen funktioniert.

00:06:46: und das gibt's ganz oft erlebe ich beim Yoga dass Leute sagen Drei, vier, fünf Sachen probiert und die ersten drei, vier waren total schräg und schlimm für mich.

00:06:57: Und haben für mich überhaupt nicht gepasst.

00:06:59: Dann habe ich das eine gefunden was funktioniert hat... ...und dann hab' ich mich dran geklammert und bin da geblieben.

00:07:03: Ja!

00:07:04: Aber es halt genau ist diese Erfahrung rauskommt.

00:07:08: Und zugleich glaube ich schon und da würde ich auch gerne mit denen darüber sprechen dass es eine Systematik gibt.. ..auch im Yoga- und Ayurveda die man zu Höfen nehmen kann um zu gucken welcher Yogas die wäre gut geeignet für mich fürs erste für den Einstieg als Grundstil.

00:07:24: Und ich glaube auch, dass es eine Haltung gibt die man zur Yoga-Praxis entwickeln kann mit der jeder Yoga-Stil vor allem

00:07:31: gut ist.

00:07:32: Das ist spannend!

00:07:33: Also das heißt, ich könnte eigentlich mal alle zehn durchprobieren oder alle dreizig wie du meintest?

00:07:37: Ja und ich glaube gerade am Anfang wird es schwer... Am Anfang macht's schon Sinn zu gucken was der Yoga- Stil da für mich passt.

00:07:45: Und oft ist aber auch so, dass der Yoga Stil dazu einem passt ist auch der, der einem leicht fällt und auch der, der einen in den bestehenden Mustern bestärkt.

00:07:56: Und deswegen ist es dann irgendwann auch eine Form von Entwicklung, dass man eben von seinem Lieblingsstil weggeht.

00:08:06: Also zum Beispiel machen wir mal ein Beispiel auf Es gibt Yoga-Style die sind sehr gut geeignet für Menschen, die im Ayurveda Luftraum Typen genannt werden, die mental sehr schnell sind.

00:08:22: Und wenn man mental sehr aktiv ist, dann braucht man auch Action in der Yoga-Stunde.

00:08:30: Oder liebt man das auf jeden Fall?

00:08:31: Ich

00:08:31: fühle mich gar nicht angesprochen!

00:08:33: Dann gibt es halt so ein Yoga-Style wie Vinyasa-Yoga und dann noch mal im Spezifischen auch so was wie Diva Mukti Yoga wo da läuft lauter Musik beim Unterrichten.

00:08:46: Man ist quasi fast ständig in Bewegung.

00:08:48: Es gibt halt irgendwie Flows, es gibt keine Pausen zwischen den Übungen Und es wird auch sehr herausfordernd geübt.

00:08:54: Das heißt, man ist ständig gefordert, ständig am Limit und das holt einen ab.

00:09:00: Wenn mal bei so einer langweiligen ruhigen entspannten Himyogastunde wäre, wo ganz wenig passiert und wo man total entspannt in der Übung ist, holt einem das nicht ab und dann wirkt es auch nicht weil man verliert einen oder die Stunde verliert.

00:09:14: Ja oder eben... Man ist noch damit beschäftigt die ganze Zeit dieser schnelle Kopf Denkt die ganze Zeit, was tu ich hier?

00:09:20: Ich hätte diese Synthese tun können.

00:09:22: Genau!

00:09:22: Und man geht den Widerstand oder man zoomt aus und sagt, ich plane jetzt meinen Tag.

00:09:26: Was soll das hier so?

00:09:28: Man ist nicht wirklich da dann dabei und entsprechend kann man es nicht genießen und entsprechend braucht man auch nicht einen.

00:09:33: Ja, verstehe.

00:09:33: Und dieses schnelle Vordernde ist dann das, was einen zu konsumiert, dass man sagt hey Wahnsinn, ich habe's gerade geschafft, sechszig Minuten an nichts anderes zu denken als wie ich der nächsten Abzug schaffe.

00:09:45: Ich verrate nicht, warum ich jahrelang geklettert bin.

00:09:47: Weil man sich da so konzentrieren muss...

00:09:50: Ja alles

00:09:51: fordert

00:09:51: eben diese Konzentration und das ist dann in dem Moment das was man braucht und erst mal das was einen abholt.

00:09:55: wo ich auch sagen würde wenn du so ein Tube bist wunderbar fangen damit an.

00:09:59: Und dann würde ich aber auch sagen hey dein Entwicklungspotenzial liegt darin dass Du aber nicht nur diesen schnellen Move machst wo Du im Prinzip auch deinen Dispallossen ausweist und gar nicht richtig zu Ruhe kommst.

00:10:12: Damit fängst du an.

00:10:12: Das ist besser als nix und sobald du Ressourcen übrig hast, übst du erstmal bewusster zu werden.

00:10:21: Das wäre eine zweite Kategorie und in diesem Sinne langsamer und mehr zu spüren, dich nicht abzulenken, mehr da zu sein und immer mehr den Input zu reduzieren auch mal ohne Musik zu praktizieren.

00:10:33: Genau!

00:10:34: Nicht ständig alle fünfzehn Sekunden die Positionen zu wechseln sondern auch mal ein bisschen länger in was drin zu bleiben.

00:10:41: Und dann das Zweite auch in dem länger drin bleiben auch nochmal sich bewusst auszurichten gegen die eigene Tendenzen, gegen zu arbeiten.

00:10:52: Bewusst im Körperbereiche und Haltung reinzugehen, die unbequem sind und ausgleichen tätig zu sein und systematisch eine ausgeglichene Körperstruktur zu schaffen.

00:11:02: Und das wäre dann die dritte Kategorie.

00:11:05: Das sind übrigens drei Kategorien mit den drei Konstitutionstüten wie sie im Ayurveda vorgestellt werden und stimmen da überein.

00:11:15: Das ist quasi die Referenz dafür, und dann gibt es...

00:11:18: Kannst du dich noch kurz nennen, die drei audiomedischen Typen?

00:11:21: Genau!

00:11:21: Und da gibt es eben den Watertypen der halt Luftraum ist sehr mental ist sehr schnelles wo das Nervensystem des dominanten Systemen ist, der entsprechend aber auch nicht so kräftig ist ja so leichtbauweise ist auch nicht belastungsfähig ist aber dafür halt eben der reaktionsfähig.

00:11:42: Der zweite Typ wäre der Pittertyp.

00:11:44: Das ist der Feuertyp, der sehr ehrgeizig und zielstrebig ist viel mit Druckarbeit, eine hohe Körperspannung hat und Hohenmuskeltonus hat und auch mehr Muskeln massiert.

00:11:57: Er ist belastungsfähig aber dem fällt es sehr schwer still zu sein Und er ist eben nicht so reflektiert Sondern der ist so beidah ein Impuls kriegt folgt er dem

00:12:09: Ja.

00:12:11: und der dritte Typ wäre da Kaffertyp Und der wird durch die Elemente Wasser und Erde symbolisiert.

00:12:18: Der steht für Struktur, für Festigkeit aber eben auch für Trägheit.

00:12:25: Dem ist es wichtig, die Sachen langsam und sorgfältig zu machen.

00:12:29: Für den ist genau anrufen.

00:12:30: Der sagt ich würde das einfach ordentlich lernen.

00:12:31: Ich fange langsam an.

00:12:33: bitte push mich nicht, bitte nicht zu schnell, nicht so viele Bewegungen.

00:12:36: Auch keine Fliesenübergänge.

00:12:37: Eine Übung oder brauche ich eine Pause?

00:12:39: So halte ich.

00:12:40: Ja verstehe!

00:12:41: Ja

00:12:41: ja nein Klar.

00:12:42: Also man merkt ja eben, wo wer welche Widerstände dann auch irgendwie in einer Stunde dann plötzlich hat.

00:12:48: Genau und das ist zum Beispiel auch jemand der nicht... Der möchte auch nicht mit einer großen Philosophie konfrontiert werden.

00:12:54: Er will was Pragmatisches haben.

00:12:56: Und er will an sich selbst arbeiten.

00:12:59: Für den Pittertypen ist es wichtig die Sachen korrekt zu machen.

00:13:03: Der will wohin?

00:13:04: Der braucht ein Ziel.

00:13:06: Und der warter Typ, der will halt schnell sein unter Bewegung sein Das ist jetzt schon eine Typisierung, aus meiner Sicht das wie so die zweite Generation.

00:13:17: Also das ist schon quasi in der einen Schritt weiter als Meisterlehre.

00:13:20: Meisterlehrer hat für mich funktioniert und dass dann haben wir ein Stil und jetzt werden wir schon methodischer, wo wir halt drucken was verschiedene Typen gibt es und dann werden wir auch stilübergreifend weil's da eben nicht den einen Stil gibt von dem jeder behauptet deshalb zu alle passen würde.

00:13:36: Das ist ja die unbeholfene Art zu denken, es hat für mich funktioniert.

00:13:39: Es muss für alle anderen auch funktionieren!

00:13:40: Ja ich finde das passt befremdlich ehrlich gesagt dass das System dahinter ist.

00:13:44: also wird es in zehn Jahren den Krückerstil geben?

00:13:49: Also eben nicht weil das ist ja genau das Ding.

00:13:51: Ich würde mich sogar schon als dritte Generation um dem Zusammenhang betrachten.

00:13:54: Wir hatten nach der ersten Hälfte des zwanzigjahrhunderts die erste Generation Die Heine Meisterlehre war und dann gab's in der zweite Hälfe vom zwanzigerhundert würde ich sagen, da hat es aufgebrochen und da haben Leute im Prinzip auch noch eine Meisterdärkung gemacht.

00:14:12: Aber schon erkannt das Stil nur für bestimmte Leute funktioniert und was anderes funktioniert?

00:14:18: Und jetzt sind wir in der Phase wo es dran ist mit einer stilübergreifenden Methodik zu arbeiten und das was für mich Element Yoga ist, wo eben es eine Methode gibt die die Prinzipien formuliert die für jeden Körpertypen gelten, die auch nicht sich auf einen Stil begrenzen.

00:14:38: Sondern wo man sagt mit diesen Prinzipien kann man arbeiten entsprechend seiner Konstitution, entsprechend dessen was man braucht.

00:14:45: Okay verstehe das heißt eigentlich wieder unabhängig von der Typisierung sondern fast nochmal granularer auf der individuellen Ebene kann sich jeder in deiner Methodik verorten.

00:14:58: also wir hatten mal den Begriff der Kartierung und Die

00:15:04: Stile

00:15:05: haben dann dafür im Gegensatz gesagt, eigentlich alle sollen in diese Einrichtung laufen oder gehören in diesen Quadranten hinein.

00:15:11: Also das Stil ist letztendlich immer noch eine Art zu üben für einen Körpertypen und Unterricht muss immer ein Stil haben – das geht nicht anders!

00:15:22: Aber eine gute Lehrerin und insbesondere nochmal eine gute Lehrerin in Element Yoga hat mehrere Stilen im Repertoire, mindestens drei.

00:15:32: Und das sind für mich eben diese drei Eckpunkte, entsprechend der drei Konstruktionstypen.

00:15:35: Das ist auch was ich in einer Ausbildung dann beibringende, wo man sagt Ich kann diese drei Stile unterrichten, jede auf meiner Art und Weise In meiner Mischung und meinem persönlichen Ausdruck.

00:15:45: Als Schülerin, wenn ich in dieser Methode lerne, kriege ich eben auch entsprechend Angebote Wo ich mich dann verorten kann und gucken kann welches davon passt mir am besten?

00:15:59: Wenn ich die Methode konsequent zu Ende denke lande ich irgendwann bei Einzelunterricht.

00:16:04: Wenn ich die Methode in seiner Vollendung umsetzen will, müsste ich mir Einzelundrich nehmen.

00:16:09: und dann wenn jemand zu mir kommt mit Einzelündrichs, dann kriegt diese Person auch wirklich einen Yoga-Stil auf sich selbst zugeschnitten von mir präsentiert zumindest in dem Moment wo ich die Person gut genug kenne um das leisten zu können.

00:16:23: Und in diesem Prozess des Kennenlernens fange ich eben mit diesen drei Stilen an.

00:16:28: Ich gucke mir jemand an in seiner Konstitution dann verfeinere ich das Ganze.

00:16:35: Aber erstmal im Gruppenunterricht gibt es halt diese drei Gruppen und für mich sind auch alle Yoga-Style, die es gibt in diesem Netzwerk dieser drei Grundstyle zu verorten.

00:16:49: Also das heißt die zehn oder dreißig?

00:16:53: Oder wie viele auch immer es gibt könnte man immer in diese drei einsortieren oder gruppieren?

00:17:01: Genau.

00:17:01: Oder zumindest quasi in diesem Dreieck

00:17:05: verorten.

00:17:05: Ja, verstehe.

00:17:07: Weil das gibt es natürlich schon Mischformen, genauso wie es in der Konstruktionslehrer-Mischform gibt, gibt's dann auch an den Stilenmischforms.

00:17:14: aber alle Stile verortet sich für mich in diesen Dreiecken und in diesem Sinne auch wenn ich als Lehrer diese drei Eckpunkte beherrsche kann ich quasi jeden Punkt dazwischen

00:17:24: treffen.

00:17:26: Verstehe.

00:17:28: Das wäre mal eine sehr interessante Grafik, finde ich.

00:17:30: Ich bin ja der Freund von Infografiken.

00:17:32: Ja die...

00:17:32: Mal maximal viele Yoga-Style in so einem Dreieck zu verorten.

00:17:36: Die gibt's in meiner Yoga-Lehrhausbildung.

00:17:38: Okay!

00:17:39: Die Grafik.

00:17:40: Genau.

00:17:41: Sehr unbewusste Beherbung.

00:17:43: Aber du hast ja dann Reihe von Stilen auf deinem schlauen Zettel und eines nach wie wir machen können oder die glaube ich auch ganz spannend wäre, wäre die mal durchzugehen und entsprechend zu veranschaulichen?

00:17:57: Ja, lass uns das gerne mal machen.

00:17:59: Also ich habe eine Liste mit zehn Stilen dabei und es startet bei Astanga Yoga.

00:18:06: Genau, Astanga-Yoga ist aus meiner Sicht so ne Mischung aus Erde und Feuer.

00:18:16: Da stecken ganz viele Routine drinne.

00:18:18: Das sind Leute die ehrgeizig sind, die wohin wollen, die nicht viel Variationen abwechseln brauchen die aber eine gewisse Rastlosigkeit haben und deswegen zu schätzen, dass sie konstant in Bewegung sind.

00:18:30: Okay also ja verstehe das da so ne Struktur dahinter ist

00:18:34: dann okay?

00:18:34: Genau!

00:18:36: Dann ist die Liste noch weiter mit Ajenga-Jugha.

00:18:41: Ajenga-Juga ist ein Stil der sehr anatomisch präzise ist.

00:18:44: es heißt da steckt so einen Wunsch drinnen alles richtig zu machen und auch dieser Balancegedanke von wie Dysballons ausgleichen, der ist sehr stark vertreten.

00:19:00: Dann gibt es Vinyasa.

00:19:03: Vinyassa ist im Prinzip die spielerische und in diesem Sinne luftigere Variante von Astanga wo das Astangayoga-Prinzip genommen wird aber so aufgeweichert wird das Raum für Kreativität darin ist.

00:19:19: Hatta Yoga!

00:19:20: Hatta yoga ist ein bisschen schwieriger Begriff insofern als das Hattayoga kein Stil ist, sondern so ein Oberbegriff.

00:19:30: Eigentlich sind alle Körperübungsformen von Yoga-Hattayogas.

00:19:34: Das ursprünglich ist der Begriff für Körperübungshyoga im Abgänzung zu Meditation.

00:19:41: Okay!

00:19:42: Und letztlich ist es jetzt halt so dass war sie ungebrannetes Yoga, was nicht ein anderer Stil is.

00:19:49: Ist Hatter

00:19:50: Yoga?

00:19:50: Also auch schwer einzuordnen

00:19:52: Also auch schwer einzuordnen, genau.

00:19:53: Und meistens sind es eher die ruhigen und meditativen Stile... ...die damit zufrieden sind hatte übergenannt zu werden.

00:20:02: Super!

00:20:03: Okay.

00:20:06: Restorative Yoga habe ich.

00:20:08: Ja, Restored Yoga ist ein Yoga das nirgendwo hin will.

00:20:13: Entsprechend fühlen sich der Leute wohl, die irgendwie Erholung wollen, die zur Ruhe kommen wollen die eben nicht diesen Entwicklungsgedanken wollen, die auch nichts ausgleichen wollen.

00:20:21: Sondern sie einfach nur runterfahren wollen und bewusster wollen da sein wollen.

00:20:25: Und steckt er auch loslassen mit drin

00:20:27: oder?

00:20:27: Absolut!

00:20:27: Ja

00:20:27: ja.

00:20:28: Also weil das kann ja auch in manchen Momenten wichtig sein.

00:20:30: Absolut.

00:20:31: Okay.

00:20:32: Jeden Yoga.

00:20:33: Jenen Yoga und Restored werden manchmal sogar selonium verwendet, weil sie sehr baneinander sind.

00:20:41: Aber das jenen Yoga ist ein bisschen dogmatischer und enger in der Ausführungsform Und es geht eben nicht exklusiv um die Erholung, sondern es geht um das lange bleiben in den Übungen.

00:20:54: Das kann dann auch unangenehm sein, dass man das tut und damit hat er ein bisschen mehr Entwicklungsgedanken mit drin.

00:20:59: Ja ich kenne das auch als sehr herausfordernd teilweise.

00:21:02: Es kann durchaus herausfordern sein.

00:21:05: Dann gibt's noch Kundalini-Joga.

00:21:07: Ja, Kundalinijoga ist die Eseversion vom Astanga-Yoga, würde ich gerade sagen.

00:21:12: Wobei die tatsächlich Form wie praktiziert wird, sehr unterschiedlich ist.

00:21:17: aber Kohlalini Yoga ist eine Yoga-Methode, die sehr darauf angelegt ist, Grenzen zu überschreiten auf einer mentalen Ebene.

00:21:26: D.h.,

00:21:27: der Klassiker ist, dass man in Übungen, die so lange macht, bis man nicht mehr kann und dabei durch einen emotionalen Prozess geht.

00:21:35: Ja, verstehe ich.

00:21:36: Inklusive auch intensive Atemübung und Atemberwegungsübung in Verbindung werden da sehr stark fokussiert.

00:21:42: Interessant!

00:21:43: Ich bin ja großer Fan von Performancekunst des... gibt es auch ganz oft so ein inneres über Grenzen gehen oder diesen Prozess der verschiedenen Phasen, den man da durchmacht.

00:21:54: Das spüre ich da wieder drin.

00:21:57: Vikram Yoga!

00:21:58: Ja, Vikram yoga ist quasi die gebrannete Version von Hot Yoga und das ist im Prinzip eigentlich Hatter-Yoga in der Saune womit es nur dadurch einen ganz anderen Charakter kriegt weil es halt eben was leisensorientiertes kriegt sowas feuriges wo man halt was leistet und das schafft und danach erschöpft und durchgeschwitzt ist.

00:22:24: Weil es den Kreislauf ganz anders anregt oder?

00:22:26: Genau, weil es den Kreislauf auch ganz anders fordert.

00:22:29: Und weil dann Sachen anstrengend sind die vorher nicht so anstregen worden.

00:22:34: Dann bin ich noch Power Yoga begegnet und habe mich fast schon gewundert dass das als eigener Stil will.

00:22:39: Ja also Power Yoga ist also auch historisch gesehen und der Begriff ist eigentlich inzwischen tatsächlich überholt wird und ganz wenig verwendet.

00:22:46: aber auf diesem Also, Histoschen war Astanga-Joga eine von den sehr frühen oder die früheste Formen von körperlich anspruchsvollem forderndem fließenden Yoga.

00:22:59: Wo eben Übungen aneinander gereiht wurden über eine Verbindungsform aber in seiner strikten Form sehr dogmatisch, sehr eng, gibt es eine feste Serie die praktiziert wird und Histoschsen hat sich Astanga Yoga mit leichten Anpassungen Veränderung dann als Power Yoga bekannt gemacht, aber weil der Begriff so ein bisschen platt ist, ist es letztlich in das Vinyasa übergegangen.

00:23:24: Also was man früher Paoyoka genannt hat, würde man heute den Vinyasayoga nennen.

00:23:28: Okay, verstehe.

00:23:29: Das ist also letztlich auch eine Form von fließendem Yoga wo halt eben der kraftvolle Aspekt einfach nochmal mehr als die Forderung gehoben wird?

00:23:37: Okay, verstehe.

00:23:39: und dann ist als letztes auf dieser Liste hier, wie wir schon festgestellt haben nicht ganz vollständig, ist noch Shiva Mukti Yuga

00:23:45: Giva Mukti Yoga ist eine spezifische Form von Vinyasa, die eben dafür bekannt ist dass dort laute Musik gespielt wird.

00:23:53: Dass sie auch auf einer sehr spezifiken Art und Weise sehr spirituell wirkt Und eben auch so ein gebrandetes enges System ist während halt eben Vinyasas was ganz Offenes ist und es spricht auch in bestimmte Art von Leuten an die eben gerne gefordert sind, die dieses schnelle, fordernde, laute daran lieben.

00:24:13: Die auch die Ästhetik lieben – also die Übermuchtung ist auch so etwas was sehr oberfällig ästhetisch ist aber eben auch mit einer Perfektionsästhetika von.

00:24:21: es ist erst gut wenn es schön ist.

00:24:26: Ja verstehe ja ich war auch mal in einem Schubert-Mugtig-Studio eine Zeit lang da war immer hagenau die gleiche Abfolge auch zum Beispiel.

00:24:32: Das hat so ritualisierte Elemente die eben auch Teil dieses Stils sind.

00:24:40: So, das war jetzt ein bunter Blumenstrauß.

00:24:44: Ja wenn ich es zusammenfasse dann ist es so für mich gibt es in diesem Dreieck gibt es Jinn und Restorative an der Eindreikspitze ja.

00:24:53: Dann gibt es Ayengar und Hatha an einer anderen Spitze Vinyasa und Astanga.

00:25:01: Das ist so das Fließende Und das Feuerige wo man wohin will und man kraftvoll hat und in Bewegung ist.

00:25:08: Jenga ist halt das, wo es um Balance geht und was ich bewusst ausrechte, wo man präzise ist.

00:25:15: Und dann gibt's die dritte Spitze ist ein Gin und Resortive, wo's halt ums loslassen und das weich sein um die Bewusstheit, um dass einfach da sein geht?

00:25:23: Ja!

00:25:23: Ich hab mich mit den sehr, sehr vielen Stimmen bisher noch nicht so auseinandergesetzt.

00:25:28: Das hat mir jetzt echt eine super Orientierung gegeben nochmal genauer hinzuschauen, was für Möglichkeiten ich habe in der Umgebung Zum Beispiel eine Frage, was wäre jetzt für mich in meiner jetzigen Situation ein guter Stil?

00:25:42: Also bin ich in der Situation, in der ich gerade eben nicht tatsächlich von irgendwas erholen möchte oder gerade eben eher in die Kraft kommen möchte.

00:25:50: Würdest du das so auch sagen, dass man dann eben auch mal durchaus den Stil wechseln sollte oder...

00:25:56: Absolut und das glaube ich wie Yoga-Dreifunk Null funktioniert, dass Man letztlich Stil übergreifen praktiziert, Dass man sich nicht mehr auf einen Stil festlegt sondern guckt, was brauche ich gerade?

00:26:10: und dann halt bewusst wählt.

00:26:13: Wir sind ja inzwischen auch in der Phase wo Yoga frei verfügbar ist und es sehr viele verschiedene Möglichkeiten mit Yoga zu praktizieren, wo man eben auch diese Wahl hat nicht mehr wie vor zwanzig Jahren sagt wow!

00:26:25: Ich habe eine gute Yogalehre gefunden.

00:26:26: bei dem bleibe ich

00:26:27: jetzt.

00:26:30: Super Vielen Dank für diesen Überblick Alex.

00:26:35: Sehr gerne

00:26:36: Bis zum nächsten Mal.

00:26:38: Macht's gut.

00:26:38: Tschüss!

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